Der Ablauf einer Schematherapie

 

 

Zu Beginn der Therapie können mittels Fragebögen die verschiedenen Schemata und Bewältigungsversuche erfasst werden. Diese Schemakonstellation kann in einer sachlichen Arbeitshaltung besprochen und ein erstes Störungsmodell gedanklich entwickelt werden. Bildlich gesprochen hängen damit Garderobehaken an der Wand, an die später aktivierte Schemata „gehängt“ werden können. Dann benennt der Patient Situationen, in denen er emotional übermäßig stark (oder auch auffallend wenig) emotional aktiviert war. Entscheidend ist dabei die Differenz zwischen der in dieser Situation eigentlich zu erwartenden und der tatsächlichen Reaktion. Diese Differenz ist auf die beteiligten Schemaaktivierungen zurückzuführen und erklärt sich nicht aus der Auslösesituation. Aus diesem Erleben heraus wird (z.B. durch Imaginationsübungen) gezielt dieses dahinter stehende Kindheitserleben wieder aktiviert, um in der Aktivierungssituation gemeinsam mit den Therapeuten neue Lösungsmöglichkeiten aus der Sicht des "Gesunden Erwachsenen" zu entwickeln und dann durch ein Formblatt (Schema-Memo) im Bewusstsein als Lösungsalternative zu verankern. Diese neuen Muster können dann in ähnlichen Situationen bewusst von der Hirnrinde aus aktiviert werden und die automatisierten alten Bewältigungsversuche hemmen. Dadurch wird ein neues Verhalten möglich (siehe Abb. 1). Die alten Schemata bleiben im Hintergrund aber erhalten und können zu Verhaltensrückfällen führen, wenn die bewusste Handlungskontrolle nachlässt (z.B. bei starker gefühlsmäßiger Aktivierung, bei Müdigkeit, im Alter oder nach dem Konsum von Drogen). Durch Üben der neuen Verhaltensweisen werden diese aber immer besser gebahnt und laufen zunehmend automatischer ab, was durch das Führen eines Schematagebuches unterstützt werden kann. Dadurch wird im Alltag eine gewisse Mindest-Achtsamkeit aufrechterhalten.

 

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