Zielgruppe
Entsprechend den Richtlinien der Internationalen Gesellschaft für Schematherapie (ISST) ist die Eingangsvoraussetzung für die Teilnahme an diesem Kurs eine Approbation als psychologische oder ärztliche PsychotherapeutIn bzw. Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutIn, bzw. die Einbindung in eine Ausbildung mit dem Ziel der Approbation. PsychotherapeutInnen in Ausbildung dürfen ebenfalls an dem Workshop teilnehmen (ermäßigt: 330€) und den Kurs für die Zertifizierung anrechnen lassen. Bei Fragen zu den Eingangsvoraussetzungen wenden Sie sich gerne direkt an uns.

Ziele
Die TeilnehmerInnen lernen den schematherapeutischen Ansatz in Theorie und Anwendung kennen. Sie können spezifische Techniken zur Psychoedukation und Exploration, sowie erste therapeutische Interventionen praktisch einsetzen.

Inhalte und Methoden
Die Schematherapie nach J. E. Young bezieht als eine Ergänzung und Weiterentwicklung der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) besonders die Emotionen, aber auch entwicklungspsychologische Gesichtspunkte in ihre diagnostischen und therapeutischen Überlegungen mit ein. Darüber hinaus beruht Schematherapie auch auf einem Modell der Grundbedürfnisse und „ihrer Schicksale“ im Lebensverlauf.
Daher ist die Schematherapie im Sinne einer technischen und strategischen Variante der KVT auch und vor allem im Bereich der Kinder-und Jugendlichentherapie besonders gut geeignet sowie motivierend und bietet ein handlungsleitendes diagnostisches und therapeutisches Konzept.
In der Basiseinführung in die Schematherapie mit Kindern, und Jugendlichen wird zunächst das schematherapeutische Störungsmodell (Schemata, Modi, Bewältigungsstrategien) und die dahinterstehende Theorie vermittelt – (Vortrag mit Handout und praxisbezogenen Beispielen). Möglichkeiten zur Diagnostik werden aufgezeigt und Material dazu ausgegeben. Die therapeutische Grundhaltung (Nachbeelterungskonzept, Empathische Konfrontation) wird anschaulich anhand von Videoaufnahmen und Demonstrationen vermittelt. 
Die Einführung bietet einen Überblick über diverse Techniken (Imagination, Psychoedukation und empathische Konfrontation, Arbeit mit Stühlen, Figuren, Masken, Memokarten) und leitet in Übungen zur Arbeit mit Moduskarten und Skizzen an. Außerdem werden Ansatzpunkte des schematherapeutischen Elterncoachings skizziert. Die TeilnehmerInnen erhalten Informationen über Möglichkeiten zur tieferen Einarbeitung in weiteren Workshops.

Literaturempfehlungen
– Graaf, Zarbock, Hampel (2021): Therapietools – Schematherapie mit Kindern und Jugendlichen. Weinheim: Beltz.
– Graaf (2016): Schematherapie mit Kindern und Jugendlichen (Moduskarten). Weinheim: Beltz.
– Graaf (2016): Schematherapie (Moduskarten). Mit Bedürfnissen, Emotionen und Modi arbeiten. Weinheim: Beltz.
– Loose, Graaf & Zarbock (2013): Schematherapie mit Kindern und Jugendlichen. Weinheim: Beltz.
– Loose & Graaf (2016): Schematherapie mit Kindern (2 DVD). Weinheim: Beltz.