Schematherapie

Was ist Schematherapie?

Die Schematherapie ist ein integrativer Behandlungsansatz. Sie verbindet Techniken aus unterschiedlichen therapeutischen Schulen und eignet sich besonders für Menschen mit Persönlichkeitsstörungen und komplexen chronischen Schwierigkeiten.

Der Ansatz

Schemata, Modi, Techniken und Beziehung

Schemata

Dysfunktionale Schemata werden in der Schematherapie als biografische Gedächtnisspuren verstanden, die individuelle Annahmen über das Selbst, die Umwelt und andere Menschen beinhalten. Ihre Entstehung wird im Zusammenhang mit frühkindlichen Erfahrungen gesehen – insbesondere mit einem Mangel an kindlicher Bedürfnisbefriedigung in Kombination mit dem individuellen Temperament. Im Verlauf des Lebens halten sich diese Schemata durch dysfunktionale Gedanken und Verhaltensweisen häufig aufrecht und entwickeln sich weiter.

Das Modusmodell

Das Modusmodell ist das zentrale Modell der schematherapeutischen Fallkonzeptualisierung. Es ermöglicht, Struktur in das innere Chaos zu bringen und Anteile zu externalisieren und zu personifizieren, und erleichtert dadurch einen Blick aus der Metaperspektive.

Techniken

Im Rahmen modusspezifischer Interventionen kombiniert die Schematherapie Techniken aus unterschiedlichen therapeutischen „Schulen“ auf der Grundlage neurowissenschaftlicher Erkenntnisse und der Bindungsforschung. Neben Psychoedukation gehören dazu emotionsaktivierende Techniken wie Imaginationen und Stuhltechniken ebenso wie kognitive Techniken und die Flexibilisierung und Veränderung von Verhaltensweisen, z. B. durch Pattern Breaking.

Die therapeutische Beziehung

Diese Interventionen beruhen auf einer besonderen therapeutischen Beziehung. Durch Limited Reparenting und Empathische Konfrontation werden zwischenmenschliche Muster direkt in der therapeutischen Beziehung erfahrbar und veränderbar. Therapeut*innen gehen dabei innerhalb professioneller Grenzen auf unerfüllte emotionale Grundbedürfnisse ein und ermöglichen so korrigierende Beziehungserfahrungen. Gleichzeitig würdigen sie, wie problematische Muster entstanden sind, und begleiten Patient*innen dabei, festgefahrene Denk- und Verhaltensmuster zu flexibilisieren.

Ausbildung am IST-B

Schematherapie lernen

Am IST-B lernen Sie Schematherapie nach den qualitativen Standards der ISST: in Basis- und Vertiefungskursen, Supervision und Selbsterfahrung. Sie buchen die Seminare einzeln und in der Reihenfolge, die für Sie passt.

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