Bitte beachten Sie, dass aufgrund der steigenden Inzidenzen und zum Schutz aller Teilnehmer*innen bei unseren Kursen bis auf weiteres die 2G+ Regelung gilt. Sie benötigen einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis sowie einen tagesaktuellen negativen Schnelltest. Gerne kann auch vor Ort ein durch uns zur Verfügung gestellter Selbsttest durchgeführt werden. (Stand 07.12.2021)

Zielgruppe
Entsprechend den Richtlinien der Internationalen Gesellschaft für Schematherapie (ISST) ist die Eingangsvoraussetzung für die Teilnahme an diesem Kurs eine Approbation als psychologische oder ärztliche PsychotherapeutIn, bzw. die Einbindung in eine Ausbildung mit dem Ziel der Approbation. PsychotherapeutInnen in Ausbildung dürfen ebenfalls an dem Workshop teilnehmen (ermäßigt: 290,00€) und den Kurs für die Zertifizierung anrechnen lassen. Bei Fragen zu den Eingangsvoraussetzungen wenden Sie sich gerne direkt an uns.

Ziele
Die Teilnehmenden…

  • können die (Gegen-)Übertragung als diagnostisches Instrument nutzen, um schwieriges Verhalten besser zu verstehen
  • üben den therapeutischen Einsatz von Selbstoffenbarung
  • lernen wie transparent man in der Schematherapie sein kann
  • können die Auslösung eigener Schemata besser unterscheiden und so besser Grenzen setzen und Richtung geben

Inhalte
Genau wie bei anderen, länger andauernden Psychotherapien, ist auch bei der Schematherapie die Arbeit mit der therapeutischen Beziehung (Limited Reparenting) von zentraler Bedeutung für die Qualität dieser Therapie. Nicht allein die Schemata des Patienten erscheinen in der Therapiebeziehung, sondern auch die Schemata des Therapeuten werden aktiviert. Young schreibt in seinem Buch “Schematherapie: Ein praxisorientiertes Handbuch“ (2003),dass es ein anhaltendes Missverständnis ist und für den Therapeuten nicht professionell , verletzliche Gefühle in der Beziehung zu erfahren oder zu offenbaren. 
Hier setzt der Workshop unter anderem an: Die Reaktionen des Therapeuten können eine wertvolle Ressource für die Gestaltung der Therapiebeziehung als auch die Beurteilung der Schemata des Patienten sein. Young schreibt weiter: „In ihrer Art der Beziehung zu Patienten, sind Schematherapeuten eher persönlich als distanziert. Sie lassen ihre natürlichen Persönlichkeiten durch. Sie teilen ihre emotionalen Reaktionen mit, wenn sie glauben, dass sich dies positiv auf den Patienten auswirkt.“
Ein zentraler Punkt in diesem Workshop ist auch, die optimale Bilanz zu finden zwischen mehr Fürsorge und Richtung geben, Grenzen setzen und angemessener Verwendung der Selbstoffenbarung.

Methoden
Behandlungsstrategien werden anhand von Vortrag und Arbeit mit Fällen der Teilnehmenden vorgestellt und in angeleiteter Kleingruppenarbeit von den Teilnehmenden im Rollenspiel geübt. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, eigene Fälle einzubringen und darauf bezogene Fragen zu diskutieren.